1.396 Jobs für Geschäftsführer

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NEU 03:37 Uhr | Faubel & Co. | Melsungen
Quelle: www.faubel.de
16.11.2018 | Hessische Landesstelle für Suchtfragen | Frankfurt am Main
Quelle: www.hls-online.org
16.11.2018 | diese neue Klinik | 82xxx Icking
Quelle: www.tierarzt-saar.de
16.11.2018 | Ruhr-Universität Bochum | Regensburg
Quelle: www.dgfa.de
15.11.2018 | Executive Consultants GmbH | Ravensburg
Quelle: www.schlagheck-radtke.de
 

Aufgaben

Die Position des Geschäftsführers bzw. der Geschäftsführerin, abgekürzt GF, stellt die oberste Position der operativen Hierarchie in Unternehmen einer bestimmten Rechtsform dar. In den Tochtergesellschaften internationaler Konzerne wird auch schon mal das englische Synonym verwendet - Managing Director bzw. General Manager -.

Der Geschäftsführer leitet das Unternehmen nach den Vorgaben des Eigentümers, des Gesellschafterkreises, einem Vorgesetzen in einer Muttergesellschaft oder anderen Steuerrungsgremien und ist diesen gegenüber verantwortlich. Die Handlungsfreiheit kann im Rahmen einer Geschäftsordnung vorgegeben werden, die Teil des Anstellungsvertrages ist. Hier wird auch geregelt, wie der Geschäftsführer das Unternehmen nach außen vertritt, welche Budgethöhen er alleine verantwortet oder nur in Kombination mit Dritten und wann er sich Freigaben einholen muß. Zu der Führung der Geschäfte gehört neben der Steuerung der Prozesse auch die Einhaltung der gesetzlichen Bestimmungen und unternehmensinternen Regelungen (sog. Compliance). Je nach Ausrichtung der Leitungsposition – von Technik über Finanzen bis zu Marketing, Vertrieb – gehört auch die Weiterentwicklung der Kompetenzen des Unternehmens in dem jeweiligen Bereich oder der Aufbau von Geschäftsaktivitäten im Ausland zu den Aufgaben. Da der Geschäftsführer nicht nur für den Geschäftsverkehr des Unternehmens zuständig ist, sondern dieses auch rechtlich vertritt, ist sein Name für alle einsehbar im Handelsregister eingetragen.

Als gesetzlicher Vertreter der GmbH ist der Geschäftsführer auch verantwortlich für folgende Bereiche: Er hat für eine ordnungsgemäße Buchführung zu sorgen, was auch die Aufstellung und Veröffentlichung eines Jahresabschlusses beinhaltet. Er erfüllt alle steuerlichen Pflichten, u.a. die Buchführungspflicht, die Erklärungs- und Mitwirkungspflicht im Rahmen einer Betriebsprüfung sowie die Auskunftspflicht usw. Weiter muss er alle sozialversicherungsrechtlichen Pflichten erfüllen, wie die Berechnung und Abführung der Sozialversicherungsbeiträge und die ordnungsgemäße Führung der Lohnunterlagen für alle Beschäftigten.

Insgesamt ist der Geschäftsführer also für das qualitative wie auch quantitative Wachstum eines Unternehmens zuständig. Dazu setzt er entsprechende Prioritäten, entwickelt geeignete Maßnahmen und kontrolliert kontinuierlich Erfolg und Qualität, um die Situation des Unternehmens richtig einzuschätzen. Zu seinen wichtigen Aufgaben gehören dabei das Überwachen und Leiten sowie das Delegieren von Bereichen. Um diese Tätigkeiten erfolgreich ausführen zu können, sind insbesondere eine starke Persönlichkeit, Belastbarkeit, Führungsstärke, eine unternehmerische Denkweise sowie Teamfähigkeit wichtige Voraussetzungen.

Der Geschäftsführeranstellungsvertrag regelt das schuldrechtliche sowie das gesellschaftsrechtliche Verhältnis gegenüber der Gesellschaft. Bei der Geschäftsführerhaftung unterscheidet man zwischen der Innenhaftung gegenüber der Gesellschaft und der Außenhaftung gegenüber Dritten, wie z.B. dem Finanzamt, Gläubigern oder auch Krankenkassen. Außerdem definiert der Geschäftsführervertrag auch die Gründe und Fristen für den Fall einer Abberufung.

 

Gehalt

Das Gehalt wird in der Regel außertariflich verhandelt und im Geschäftsführervertrag festgelegt. Dabei richtet sich die Beantwortung der Verdienst-Frage auch nach der Branche und der Unternehmensgröße: Die Sparkassen und Banken liegen hier seit Jahren an der Spitze - gefolgt von der Pharmaindustrie sowie dem Maschinenbau. Die Führungsgehälter von öffentlichen Unternehmen, bspw. dem Gesundheitswesen sowie im Bereich Logistik und Transport, fallen hingegen deutlich geringer aus.
Bei vielen Startup-Unternehmen mit nur wenigen Angestellten ist es in der Gründungsphase häufig der Fall, dass der Geschäftsführer ohne Gehalt arbeitet, solange die Firma noch keinen Gewinn macht.
Der Verdienst setzt sich in der Regel aus einem Jahresfestgehalt sowie weiteren Komponenten zusammen: Hinzu kommen insbesondere Tantiemen und weitere erfolgsabhängige Prämien, ein Firmenfahrzeug sowie Urlaubs- und Weihnachtsgeld und Pensionszusagen. Das Mindestgehalt des Geschäftsführers einer GmbH wie auch von anderen Unternehmensformen richtet sich dabei nach genau definierten Durchschnittszahlen, die regelmäßig in anerkannten Vergütungsstudien - z.B. von Kienbaum oder der BBE Unternehmensberatung - ermittelt werden. Das Gehalt soll „angemessen“ sein - sprich: das Verhältnis zwischen Gehalt und zusätzlichen Leistungen muss einem als üblich geltenden Wert entsprechen - und auch der Betriebsprüfung standhalten. Folgende Zahlen sind aktuelle Durchschnittswerte für die häufigsten Branchen ab einer mittleren Unternehmensgröße:

Gehaltsstatistik

Branche Durchschnittliches Jahresgehalt
Finanzen/Versicherung 172 TEUR
Chemie/Pharmaindustrie 213 TEUR
Maschinenbautechnik 167 TEUR
Software/EDV 131 TEUR
Textilien 177 TEUR
Autoindustrie 156 TEUR
Einzelhandel - Schuhe 213 TEUR
Import/Export 166 TEUR
Architekten/Ingenieure 145 TEUR
Energiewirtschaft 167 TEUR
Telekommunikation 162 TEUR
Leasing/Vermietung 153 TEUR
Logistik und Transportwesen 158 TEUR
Immobilien 119 TEUR
Umweltschutz/Entsorgung 158 TEUR
Angaben: Median Jahresgesamtbezug in tausend Euro.
Datenquelle: Studie „GmbH-Geschäftsführer-Vergütungen 2015“ von BBE media. Befragt wurden 3150 GmbH-Chefs.

 

Geschäftsführer eines Unternehmens werden

Auf die Frage "Wie wird man Geschäftsführer?" gibt es keine allgemein gültige Antwort. In neu gegründeten Firmen, den sog. Start-ups nehmen der / die Gründer die Führung der Geschäfte war. Sie haben die Geschäftsidee und wollen auch sicherstellen, daß diese zielorientiert und zügig umgesetzt wird. In etablierten Firmen mit einem umfangreicheren Geschäft führt der Weg über das Sammeln von Erfahrungen in verschiedenen Positionen unterschiedlicher Hierarchiestufen bei entsprechender Leistung zu einer Position in der Geschäftsführung. Auch kann ab einer bestimmten Ebene der Wechsel in ein anderes Unternehmen die Beförderung zu einer leitenden Position mit sich bringen. Eine Ausnahme bilden Verbände oder andere nicht operative Einheiten. Hier kann es vorkommen, dass man mit einer passenden Uni-Ausbildung, wie z.B. dem Jurastudium mit Promotion, in jungen Jahren eine Geschäftsführerposition bekleidet. Ebenso kann es der Fall sein, dass man als Praktikant in einer Firma beginnt und dort die Karriereleiter bis zur Chefetage erklimmt.

Positionen auf C-Level werden in der Regel nicht öffentlich ausgeschrieben, und dann eher für weiter unten angesiedelte Bereiche wie Hotelwesen und Gastronomie, Sozial- und Verbandwesen usw. Hier ist es auch üblich, dass ein reguläres Bewerbungsverfahren stattfindet. Top-Positionen gerade in der Industrie und im Finanzwesen hingegen werden ohne Eigenbewerbung, sondern über Headhunter besetzt. Sie werden von Unternehmen aktiv auf potentielle Kandidaten angesprochen, erstellen Profile geeigneter Personen und vermitteln den Kontakt. Bei entsprechendem Interesse bespricht dann der in Frage kommende Kandidat alles Weitere direkt mit dem Unternehmen. Bei der Vermittlung über Jobhunter können auch Interessenten aus der zweiten Reihe die Chance erhalten, zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen zu werden.

Bei Stellenausschreibungen mit regulärem Bewerbungsverfahren, die entsprechende Unterlagen voraussetzen, ist es üblich, ein Executive Summary, die Auflistung der Geschäftserfolge und ein kurzes Anschreiben zu übergeben, welches das strategisches Handeln, Verhandlungsstärke, unternehmerisches Denken, Kostenbewusstsein und nicht zuletzt auch persönliche Führungsqualitäten betont. Dabei dokumentiert der Lebenslauf eines Geschäftsführers persönliche Erfolge und Soft Skills anhand von relevanten Beispielen, die knapp die bisherigen Aufgaben und Verantwortungsbereiche darstellen. Wird das Arbeitszeugnis verlangt, so gibt es Auskunft über das betreffende Ressort, Fachwissen sowie Markt- und Branchenkenntnisse und die Berufserfahrung einschließlich konkreter Erfolge. Auch hier ist die Vermittlung durch einen Headhunter von Vorteil.

Ausbildung und Befähigung zum Geschäftsführer

Die Geschäftsführer-Ausbildung ist weder gesetzlich noch inhaltlich definiert: Jede natürliche und unbeschränkt geschäftsfähige Person kann Geschäftsführer werden. Jedoch ist es auch in einem Startup-Unternehmen immer sinnvoll, Kenntnisse in Betriebswirtschaft, Recht sowie Unternehmensführung zu besitzen, um einen Betrieb erfolgreich zu leiten.

Weiterbildung als Geschäftsführer

Die Weiterbildung dient Angestellten in Führungspositionen dazu, den ständig wachsenden Anforderungen sowie den neusten Entwicklungen in der Geschäftswelt zu begegnen. Geschäftsführer-Seminare bieten dabei auch aktuelle Informationen über die Rechte und Pflichten dieser Position. Themen sind dabei unter anderen die Minimierung der Haftungsrisiken, Compliance-Anforderungen, Ressourcen-Management, Haftung und Steuerpflichten usw.

 

Geschäftsführender Gesellschafter und andere Rechtsformen

Der Arbeitsvertrag des Geschäftsführers unterscheidet sich grundsätzlich dadurch, ob es sich dabei um einen geschäftsführenden Gesellschafter einer GmbH handelt, der folglich aus dem Kreis der Gesellschafter stammt, oder um einen Fremdgeschäftsführer, der in Anstellung das Unternehmen führt. Aus der jeweiligen Anstellungsform ergeben sich unterschiedliche rechtliche und auch steuerliche Konsequenzen: So wird der Gesellschafter-Geschäftsführer rechtlich nicht als Arbeitnehmer eingestuft, er ist meist nicht sozialversicherungspflichtig. Ein angestellter Geschäftsführer genießt hingegen keinen Kündigungsschutz, seine Arbeitszeit ist ebenfalls nicht gesetzlich geregelt.
Ergänzend sei erwähnt, dass ein stellvertretender und ein faktischer Geschäftsführer dieselbe Stellung haben. 
Neben den Bestimmungen für GmbH-Geschäftsführer gelten für folgende Gesellschaften teilweise abweichende Bestimmungen:

GbR Geschäftsführer: Zu einer Gesellschaft bürgerlichen Rechts schließen sich häufig Freiberufler zusammen. Daneben werden auch Projektgesellschaften im Rahmen von Großbauprojekten in dieser Rechtsform gegründet. In einer GbR können nur Gesellschafter mit der Geschäftsführung betraut werden. 

OhG Geschäftsführung: Die Offene Handelsgesellschaft übt im Unterschied zur GbR ein Handelsgewerbe aus und ist im Handelsregister eingetragen. Jeder Gesellschafter ist zur Geschäftsführung und zur Vertretung der Gesellschaft berechtigt und haftet voll mit seinem geschäftlichen und privaten Vermögen.

KG Geschäftsführung: Bei der Form der Kommanditgesellschaft haftet mindestens ein persönlich haftender Gesellschafter - der Komplementär - mit seinem gesamten Vermögen unbegrenzt für die Verbindlichkeiten der Gesellschaft. Nur dieser ist zur Führung der Geschäfte berechtigt. 

UG Geschäftsführer: Die Unternehmergesellschaft ist eine Variante der GmbH und wird daher auch als Mini-GmbH bezeichnet. Für UG und GmbH Geschäftsführer gelten dieselben Regeln und Gesetze.

Daneben trifft man auch immer häufiger auf die Bezeichnung CEO (Chief Executive Officer). Hierbei handelt es sich ursprünglich um die US-amerikanische Bezeichnung für das geschäftsführende Vorstandsmitglied. Sie hat in Deutschland keine rechtliche Bedeutung.

 

Positionen für Geschäftsführer in Berlin

Interessante Positionen als Geschäftsführer sind bundesweit ausgeschrieben - allen Städten voran in der Bundeshauptstadt Berlin. Hier ist vor allem der Hotspot für viele Startups, die einen erfahrenen Geschäftsführer suchen, der Innovationen vorantreibt und auf den Markt bringt. Auch die anderen Hauptstädte und Wirtschaftsregionen in Deutschland bieten zahlreiche lukrative Angebote für eine Anstellung als Geschäftsführer:

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